1,2 Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus! 1,3 Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und (a) Gott allen Trostes, 1,4 der uns tröstet in aller unserer Trübsal, damit wir auch trösten können, die in allerlei Trübsal sind, mit dem Trost, mit dem wir selber getröstet werden von Gott. 1,5 Denn wie die (a) (b) Leiden Christi reichlich über uns kommen, so werden wir auch (c) reichlich getröstet durch Christus. 1,6 (a) Haben wir aber Trübsal, so geschieht es euch zu Trost und Heil. Haben wir Trost, so geschieht es zu eurem Trost, der sich wirksam erweist, wenn ihr mit Geduld dieselben Leiden ertragt, die auch wir leiden. 1,7 Und unsre Hoffnung steht fest für euch, weil wir wissen: wie ihr an den Leiden teilhabt, so werdet ihr auch am Trost teilhaben.
1,8 Denn wir wollen euch, liebe Brüder, nicht verschweigen die (a) (b) Bedrängnis, die uns in der Provinz Asien widerfahren ist, wo wir über die Maßen beschwert waren und über unsere Kraft, so daß wir auch am Leben verzagten 1,9 und es bei uns selbst für beschlossen hielten, wir müßten sterben. Das geschah aber, damit wir unser Vertrauen nicht auf uns selbst setzten, sondern auf Gott, der die Toten auferweckt, 1,10 der uns aus solcher Todesnot errettet hat und erretten wird. Auf ihn hoffen wir, er werde uns auch hinfort erretten. 1,11 Dazu helft auch ihr durch (a) eure Fürbitte für uns, damit unsertwegen für die Gabe, die uns gegeben ist, durch viele Personen viel Dank dargebracht werde. 1,12 Denn dies ist unser Ruhm: das (a) (b) Zeugnis unseres Gewissens, daß wir in Einfalt und göttlicher Lauterkeit, nicht in (c) fleischlicher Weisheit, sondern in der Gnade Gottes unser Leben in der Welt geführt haben, und das vor allem bei euch. 1,13 Denn wir schreiben euch nichts anderes, als was ihr lest und auch versteht. Ich hoffe aber, ihr werdet es noch völlig verstehen, 1,14 wie ihr uns zum Teil auch schon verstanden habt, nämlich, daß (a) wir euer Ruhm sind, wie auch (b) ihr unser Ruhm seid am Tage unseres Herrn Jesus.
1,15 Und in solchem Vertrauen wollte ich zunächst zu euch kommen, damit ihr abermals eine Wohltat empfinget. 1,16 Von euch aus wollte ich nach Mazedonien reisen, aus Mazedonien wieder zu euch kommen und mich von euch geleiten lassen nach Judäa. (a) 1,17 Bin ich etwa leichtfertig gewesen, als ich dies wollte? Oder ist mein Vorhaben fleischlich, so daß das Ja Ja bei mir auch ein Nein Nein ist? 1,18 Gott ist mein Zeuge, daß unser Wort an euch nicht Ja und Nein zugleich ist. 1,19 Denn der Sohn Gottes, Jesus Christus, der unter euch durch uns gepredigt worden ist, durch mich und (a) Silvanus und Timotheus, der war nicht Ja und Nein, sondern es war Ja in ihm. 1,20 Denn auf alle Gottesverheißungen ist in ihm das Ja; darum sprechen wir auch durch ihn das aAmen, Gott zum Lobe. 1,21 Gott ist's aber, der uns fest macht samt euch in Christus und uns (a) gesalbt 1,22 und (a) versiegelt und in unsre Herzen (b) (c) als Unterpfand den Geist gegeben hat.
1,23 Ich rufe aber Gott zum Zeugen an bei meiner Seele, daß ich euch schonen wollte und darum nicht wieder nach Korinth gekommen bin. 1,24 Nicht daß wir (a) (b) Herren wären über euren Glauben, sondern wir sind Gehilfen eurer Freude; denn ihr steht im Glauben.
2,1 Ich hatte aber dies bei mir beschlossen, daß ich nicht abermals in Traurigkeit zu euch käme. (a) (b) 2,2 Denn wenn ich euch traurig mache, wer soll mich dann fröhlich machen? Doch nur der, der von mir betrübt wird. 2,3 Und eben dies habe ich geschrieben, damit ich nicht, wenn ich komme, über die traurig sein müßte, über die ich mich freuen sollte. Habe ich doch zu euch allen das Vertrauen, daß meine Freude euer aller Freude ist. 2,4 Denn ich schrieb euch aus großer Trübsal und Angst des Herzens unter vielen Tränen; nicht, damit ihr betrübt werden sollt, sondern damit ihr die Liebe erkennt, die ich habe besonders zu euch.
2,14 Gott aber sei gedankt, der uns allezeit Sieg gibt in Christus und offenbart den Wohlgeruch seiner Erkenntnis durch uns an allen Orten! 2,15 Denn wir sind für Gott ein Wohlgeruch Christi unter denen, die gerettet werden, und unter denen, die verloren werden: (a) 2,16 (a) diesen ein Geruch des Todes zum Tode, jenen aber ein Geruch des Lebens zum Leben. (b) Wer aber ist dazu tüchtig? 2,17 Wir sind ja nicht wie die vielen, die mit dem Wort Gottes Geschäfte machen; sondern wie man (a) (b) (c) aus Lauterkeit und aus Gott reden muß, so reden wir vor Gott in Christus.
3,4 Solches Vertrauen aber haben wir durch Christus zu Gott. 3,5 Nicht daß wir tüchtig sind von uns selber, uns etwas zuzurechnen als von uns selber; sondern (a) daß wir tüchtig sind, ist von Gott, 3,6 der uns auch tüchtig gemacht hat zu Dienern des (a) (b) neuen Bundes, nicht des (c) Buchstabens, sondern des Geistes. Denn der Buchstabe tötet, aber der (d) Geist macht lebendig.
3,7 a Wenn aber schon das Amt, das den Tod bringt und das mit Buchstaben in Stein gehauen war, Herrlichkeit hatte, so daß die Israeliten das Angesicht des Mose nicht ansehen konnten wegen der Herrlichkeit auf seinem Angesicht, die doch aufhörte, 3,8 wie sollte nicht viel mehr das Amt, das den Geist gibt, Herrlichkeit haben?a 3,9 Denn wenn das Amt, das zur Verdammnis führt, Herrlichkeit hatte, wieviel mehr hat das Amt, das (a) (b) zur Gerechtigkeit führt, überschwengliche Herrlichkeit. 3,10 Ja, jene Herrlichkeit ist nicht für Herrlichkeit zu achten gegenüber dieser überschwenglichen Herrlichkeit. 3,11 Denn wenn das Herrlichkeit hatte, was aufhört, wieviel mehr wird das Herrlichkeit haben, was bleibt.
3,12 Weil wir nun solche Hoffnung haben, sind wir voll großer Zuversicht 3,13 und tun nicht wie Mose, der eine Decke vor sein Angesicht hängte, damit die Israeliten nicht sehen konnten das Ende der Herrlichkeit, die aufhört. 3,14 Aber (a) (b) ihre Sinne wurden verstockt. Denn bis auf den heutigen Tag bleibt diese Decke unaufgedeckt über dem alten Testament, wenn sie es lesen, weil sie nur in Christus abgetan wird. 3,15 Aber bis auf den heutigen Tag, wenn Mose gelesen wird, hängt die Decke vor ihrem Herzen. 3,16 Wenn Israel aber (a) sich bekehrt zu dem Herrn, so (b) wird die Decke abgetan. 3,17 Der Herr ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit. 3,18 Nun aber schauen wir alle mit aufgedecktem Angesicht die (a) Herrlichkeit des Herrn wie in einem Spiegel, und wir werden verklärt in sein Bild von einer Herrlichkeit zur andern von dem Herrn, der der Geist ist.
4,16 Darum werden wir nicht müde; sondern wenn auch unser äußerer Mensch verfällt, so wird doch (a) der innere von Tag zu Tag erneuert. 4,17 Denn unsre Trübsal, die zeitlich und leicht ist, schafft eine ewige und über alle Maßen gewichtige Herrlichkeit, (a) (b) 4,18 uns, die wir nicht sehen auf das Sichtbare, sondern (a) auf das Unsichtbare. Denn was sichtbar ist, das ist zeitlich; was aber unsichtbar ist, das ist ewig.
5,16 Darum kennen wir von nun an niemanden mehr nach dem Fleisch; und auch wenn wir Christus gekannt haben nach dem Fleisch, so kennen wir ihn doch jetzt so nicht mehr. 5,17 Darum: (a) (b) (c) Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, (d) Neues ist geworden. 5,18 Aber das alles von Gott, der uns (a) mit sich selber versöhnt hat durch Christus und uns das Amt gegeben, das die Versöhnung predigt. 5,19 Denn Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selber und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versöhnung. (a) (b) 5,20 So sind wir nun (a) Botschafter an Christi Statt, denn Gott ermahnt durch uns; so bitten wir nun an Christi Statt: Laßt euch versöhnen mit Gott! 5,21 Denn er hat den, der (a) von keiner Sünde wußte, (b) (c) für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm die (d) (e) Gerechtigkeit würden, die vor Gott gilt.
6,14 Zieht nicht am fremden Joch mit den Ungläubigen. Denn was hat die Gerechtigkeit zu schaffen mit der Ungerechtigkeit? (a) Was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis? 6,15 Wie stimmt Christus überein mit Beliar? Oder was für ein Teil hat der Gläubige mit dem Ungläubigen? 6,16 Was hat der Tempel Gottes gemein mit den Götzen? (a) Wir aber sind der Tempel des lebendigen Gottes; wie denn Gott spricht (3. Mose 26,11.12; Hesekiel 37,27): «Ich will unter ihnen wohnen und wandeln und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein.» 6,17 Darum (a) «geht aus von ihnen und sondert euch ab», spricht der Herr; «und rührt nichts Unreines an, so will ich euch annehmen 6,18 und euer Vater sein, und ihr sollt (a) (b) meine Söhne und Töchter sein», spricht der allmächtige Herr (Jesaja 52,11; Hesekiel 20,41; 2. Samuel 7,14).
7,2 Gebt uns Raum in euren Herzen! Wir haben niemand Unrecht getan, wir haben niemand verletzt, (a) (b) wir haben niemand übervorteilt. 7,3 Nicht sage ich das, um euch zu verurteilen; denn ich habe schon zuvor gesagt, daß ihr in unserm Herzen seid, mitzusterben und mitzuleben. (a) (b) 7,4 Ich rede mit großer Zuversicht zu euch; ich rühme viel von euch; ich bin erfüllt mit Trost; ich habe überschwengliche Freude in aller unsrer Bedrängnis.
7,8 Denn wenn ich euch auch durch den Brief traurig gemacht habe, reut es mich nicht. Und wenn es mich reute - ich sehe ja, daß jener Brief euch wohl eine Weile betrübt hat -, (a) 7,9 so freue ich mich doch jetzt nicht darüber, daß ihr betrübt worden seid, sondern darüber, daß ihr betrübt worden seid zur Reue. Denn ihr seid betrübt worden nach Gottes Willen, so daß ihr von uns keinen Schaden erlitten habt. 7,10 Denn (a) (b) die Traurigkeit nach Gottes Willen wirkt zur Seligkeit eine Reue, die niemanden reut; (c) die Traurigkeit der Welt aber wirkt den Tod. 7,11 Siehe: eben dies, daß ihr betrübt worden seid nach Gottes Willen, welches Mühen hat das in euch gewirkt, dazu Verteidigung, Unwillen, Furcht, Verlangen, Eifer, Bestrafung! Ihr habt in allen Stücken bewiesen, daß ihr rein seid in dieser Sache. 7,12 Darum, wenn ich euch auch geschrieben habe, so ist's doch nicht geschehen um dessentwillen, der beleidigt hat, auch nicht um dessentwillen, der beleidigt worden ist, sondern damit euer Mühen für uns offenbar werde bei euch vor Gott. 7,13 Dadurch sind wir getröstet worden.
Außer diesem unserm Trost aber haben wir uns noch überschwenglicher gefreut über die Freude des Titus; denn sein Geist ist erquickt worden von euch allen. 7,14 Denn was ich vor ihm von euch gerühmt habe, darin bin ich nicht zuschanden geworden; sondern wie alles wahr ist, was wir mit euch geredet haben, so hat sich auch unser Rühmen vor Titus als wahr erwiesen. 7,15 Und er ist überaus herzlich gegen euch gesinnt, wenn er an den Gehorsam von euch allen denkt, wie ihr ihn mit Furcht und Zittern aufgenommen habt. 7,16 Ich freue mich, daß ich mich in allem auf euch verlassen kann.
8,7 Wie ihr aber (a) in allen Stücken reich seid, im Glauben und im Wort und in der Erkenntnis und in allem Eifer und in der Liebe, die wir in euch erweckt haben, so (b) gebt auch reichlich bei dieser Wohltat. 8,8 Nicht sage ich das als Befehl; sondern weil andere so eifrig sind, prüfe ich auch eure Liebe, ob sie rechter Art sei. 8,9 Denn ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus: obwohl er reich ist, wurde er doch (a) (b) arm um euretwillen, damit ihr durch seine Armut reich würdet. 8,10 Und darin sage ich meine Meinung; denn das ist euch nützlich, die ihr seit vorigem Jahr angefangen habt nicht allein mit dem Tun, sondern auch mit dem Wollen. 8,11 Nun aber vollbringt auch das Tun, damit, wie ihr geneigt seid zu wollen, ihr auch geneigt seid zu vollbringen nach dem Maß dessen, was ihr habt. 8,12 Denn wenn der gute Wille da ist, so ist er willkommen nach dem, was einer hat, nicht nach dem, was er nicht hat. (a) (b) 8,13 Nicht, daß die andern gute Tage haben sollen und ihr Not leidet, sondern daß es zu einem Ausgleich komme. 8,14 Jetzt helfe euer Überfluß ihrem Mangel ab, damit danach auch ihr Überfluß eurem Mangel abhelfe und so ein Ausgleich geschehe, 8,15 wie geschrieben steht (2. Mose 16,18): «Wer viel sammelte, hatte keinen Überfluß, und wer wenig sammelte, hatte keinen Mangel.»
8,16 Gott aber sei Dank, der dem Titus solchen Eifer für euch ins Herz gegeben hat. 8,17 Denn (a) (b) er ließ sich gerne zureden; ja, weil er so sehr eifrig war, ist er von selber zu euch gereist. 8,18 Wir haben aber (a) den Bruder mit ihm gesandt, dessen Lob wegen seines Dienstes am Evangelium durch alle Gemeinden geht. 8,19 Nicht allein aber das, sondern er ist auch von den Gemeinden dazu eingesetzt, uns zu begleiten, (a) wenn wir diese Gabe überbringen dem Herrn zur Ehre und zum Erweis unsres guten Willens. 8,20 So verhüten wir, daß uns jemand übel nachredet wegen dieser reichen Gabe, die durch uns überbracht wird. 8,21 Denn wir sehen darauf, daß es redlich zugehe nicht allein vor dem Herrn, sondern auch vor den Menschen. 8,22 Auch haben wir mit ihnen unsern Bruder gesandt, dessen Eifer wir oft in vielen Stücken erprobt haben, nun aber ist er noch viel eifriger aus großem Vertrauen zu euch. 8,23 Es sei nun (a) (b) Titus, der mein Gefährte und mein Mitarbeiter unter euch ist, oder es seien unsere Brüder, die Abgesandte der Gemeinden sind und eine Ehre Christi: 8,24 erbringt den Beweis eurer Liebe und zeigt, daß wir euch zu Recht vor ihnen (a) gerühmt haben öffentlich vor den Gemeinden.
9,6 Ich meine aber dies: Wer da kärglich sät, der wird auch kärglich ernten; und wer da sät im Segen, der wird auch ernten im Segen. (a) (b) 9,7 Ein jeder, wie er's sich im Herzen vorgenommen hat, (a) nicht mit Unwillen oder aus Zwang; denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb. 9,8 Gott aber kann machen, daß alle Gnade unter euch reichlich sei, damit ihr in allen Dingen allezeit volle Genüge habt und noch reich seid zu jedem guten Werk; 9,9 wie geschrieben steht (Psalm 112,9): «Er hat ausgestreut und den Armen gegeben; seine Gerechtigkeit bleibt in Ewigkeit.» 9,10 Der aber Samen gibt dem Sämann und Brot zur Speise, der wird auch euch Samen geben und ihn mehren und wachsen lassen die Früchte eurer Gerechtigkeit. (a) 9,11 So werdet ihr reich sein in allen Dingen, zu geben in aller Einfalt, die durch uns wirkt Danksagung an Gott. 9,12 Denn der Dienst dieser Sammlung hilft nicht allein dem Mangel der Heiligen ab, sondern wirkt auch überschwenglich darin, daß viele Gott danken. 9,13 Denn für diesen treuen Dienst preisen sie Gott über eurem Gehorsam im Bekenntnis zum Evangelium Christi und über der Einfalt eurer Gemeinschaft mit ihnen und allen. 9,14 Und in ihrem Gebet für euch sehnen sie sich nach euch wegen der überschwenglichen Gnade Gottes bei euch. 9,15 Gott aber sei Dank für seine unaussprechliche Gabe!
10,7 Seht, was vor Augen liegt! Verläßt sich jemand darauf, daß er Christus angehört, der bedenke wiederum auch dies bei sich, daß, wie er Christus angehört, so auch wir! 10,8 Auch wenn ich mich noch mehr (a) (b) der Vollmacht rühmen würde, die uns der Herr gegeben hat, euch zu erbauen, und nicht euch zu zerstören, so würde ich nicht zuschanden werden. 10,9 Das sage ich aber, damit es nicht scheint, als hätte ich euch mit den Briefen schrecken wollen. 10,10 Denn seine Briefe, sagen sie, wiegen schwer und sind stark; aber wenn er selbst anwesend ist, ist er schwach und seine Rede kläglich. 10,11 Wer so redet, der bedenke: wie wir aus der Ferne in den Worten unsrer Briefe sind, so werden wir, wenn wir anwesend sind, auch mit der Tat sein. (a)
11,7 Oder habe ich gesündigt, als ich mich erniedrigt habe, damit ihr erhöht würdet? Denn (a) (b) (c) ich habe euch das Evangelium Gottes ohne Entgelt verkündigt. 11,8 Andere Gemeinden habe ich beraubt und Geld von ihnen genommen, um euch dienen zu können. (a) 11,9 Und als ich bei euch war und Mangel hatte, fiel ich niemandem zur Last. Denn meinem Mangel halfen die Brüder ab, die aus Mazedonien kamen. So bin ich euch in keiner Weise zur Last gefallen und will es auch weiterhin so halten. 11,10 So gewiß die Wahrheit Christi in mir ist, so soll mir dieser Ruhm im Gebiet von Achaja nicht verwehrt werden. 11,11 Warum das? Weil ich euch nicht lieb habe? Gott weiß es. 11,12 Was ich aber tue, das will ich auch weiterhin tun und denen den Anlaß nehmen, die einen Anlaß suchen, sich zu rühmen, sie seien wie wir. 11,13 Denn solche sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter und verstellen sich als Apostel Christi. (a) 11,14 Und das ist auch kein Wunder; denn er selbst, der Satan, verstellt sich als Engel des Lichts. 11,15 Darum ist es nichts Großes, wenn sich auch seine Diener verstellen als Diener der Gerechtigkeit; deren Ende wird sein nach ihren Werken.
Wo einer kühn ist - ich rede in Torheit -, da bin ich auch kühn. 11,22 Sie sind Hebräer - ich auch! Sie sind Israeliten - ich auch! Sie sind Abrahams Kinder - ich auch!a 11,23 Sie sind Diener Christi - ich rede töricht: ich bin's weit mehr! (a) Ich habe mehr gearbeitet, ich bin (b) öfter gefangen gewesen, ich habe mehr Schläge erlitten, ich bin oft in Todesnöten gewesen. 11,24 Von den Juden habe ich fünfmal erhalten (a) vierzig Geißelhiebe weniger einen; 11,25 ich bin dreimal (a) mit Stöcken geschlagen, einmal (b) gesteinigt worden; dreimal habe ich Schiffbruch erlitten, einen Tag und eine Nacht trieb ich auf dem tiefen Meer. 11,26 Ich bin oft gereist, ich bin in Gefahr gewesen durch Flüsse, in Gefahr unter Räubern, in Gefahr unter Juden, in Gefahr unter Heiden, in Gefahr in Städten, in Gefahr in Wüsten, in Gefahr auf dem Meer, in Gefahr unter falschen Brüdern; 11,27 in Mühe und Arbeit, in viel Wachen, in Hunger und Durst, in viel Fasten, in Frost und Blöße; (a) 11,28 und außer all dem noch das, was täglich auf mich einstürmt, und (a) die Sorge für alle Gemeinden. 11,29 Wer ist schwach, und ich werde nicht schwach? Wer wird zu Fall gebracht, und ich brenne nicht?
11,30 Wenn ich mich denn rühmen soll, (a) will ich mich meiner Schwachheit rühmen. 11,31 Gott, der Vater des Herrn Jesus, der gelobt sei in Ewigkeit, weiß, daß ich nicht lüge. 11,32 In Damaskus bewachte der Statthalter des Königs Aretas die Stadt der Damaszener und wollte mich gefangennehmen, 11,33 und ich wurde in einem Korb durch ein Fenster die Mauer hinuntergelassen und entrann seinen Händen. (a)
12,16 Nun gut, ich bin euch nicht zur Last gefallen. Aber bin ich etwa heimtückisch und habe euch mit Hinterlist gefangen? 12,17 Habe ich euch etwa übervorteilt durch einen von denen, die ich zu euch gesandt habe? 12,18 (a) Ich habe Titus zugeredet und den Bruder mit ihm gesandt. Hat euch etwa Titus übervorteilt? Haben wir nicht beide in demselben Geist gehandelt? Sind wir nicht in denselben Fußtapfen gegangen?
12,19 Schon lange werdet ihr denken, daß wir uns vor euch verteidigen. Wir reden jedoch in Christus vor Gott! Aber das alles geschieht, meine Lieben, zu eurer Erbauung. 12,20 Denn ich fürchte, (a) wenn ich komme, finde ich euch nicht, wie ich will, und ihr findet mich auch nicht, wie ihr wollt, sondern es gibt Hader, Neid, Zorn, Zank, üble Nachrede, Verleumdung, Aufgeblasenheit, Unordnung. 12,21 Ich fürchte, wenn ich abermals komme, wird mein Gott mich demütigen bei euch, und ich muß Leid tragen über viele, die (a) zuvor gesündigt und nicht Buße getan haben für die Unreinheit und Unzucht und Ausschweifung, die sie getrieben haben.
13,5 Erforscht euch selbst, ob ihr im Glauben steht; prüft euch selbst! Oder erkennt ihr euch selbst nicht, daß Jesus Christus in euch ist? Wenn nicht, dann wärt ihr ja untüchtig. 13,6 Ich hoffe aber, ihr werdet erkennen, daß wir nicht untüchtig sind. 13,7 Wir bitten aber Gott, daß ihr nichts Böses tut; nicht damit wir als tüchtig angesehen werden, sondern damit ihr das Gute tut und wir wie die Untüchtigen seien. 13,8 Denn wir vermögen nichts wider die Wahrheit, sondern nur etwas für die Wahrheit. 13,9 Wir freuen uns ja, wenn wir schwach sind und ihr mächtig seid. Um dies beten wir auch, um eure Vollkommenheit. 13,10 Deshalb schreibe ich auch dies aus der Ferne, (a) damit ich nicht, wenn ich anwesend bin, Strenge gebrauchen muß nach der (b) Vollmacht, die mir der Herr gegeben hat, zu erbauen, nicht zu zerstören.
13,11 Zuletzt, liebe Brüder, (a) freut euch, laßt euch zurechtbringen, laßt euch mahnen, habt einerlei Sinn, haltet Frieden! So (b) wird der Gott der Liebe und des Friedens mit euch sein. 13,12 Grüßt euch untereinander mit dem heiligen Kuß. Es grüßen euch alle Heiligen. 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des heiligen Geistes sei mit euch allen!
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