3,12 Seht zu, liebe Brüder, daß keiner unter euch ein böses, ungläubiges Herz habe, das abfällt von dem lebendigen Gott; 3,13 sondern (a) ermahnt euch selbst alle Tage, solange es «heute» heißt, daß nicht jemand unter euch verstockt werde durch den Betrug der Sünde. 3,14 Denn wir haben an Christus Anteil bekommen, wenn wir die Zuversicht (a) vom Anfang bis zum Ende festhalten. 3,15 Wenn es heißt: «Heute, wenn ihr seine Stimme hören werdet, so verstockt eure Herzen nicht, wie es bei der Verbitterung geschah» - 3,16 wer hat sie denn gehört und sich verbittert? Waren's nicht alle, die von Ägypten auszogen mit Mose? 3,17 Und über wen war Gott zornig vierzig Jahre lang? War's nicht über die, die sündigten und (a) (b) deren Leiber in der Wüste zerfielen? 3,18 Wem aber schwor er, daß sie nicht zu seiner Ruhe kommen sollten, wenn nicht den Ungehorsamen? 3,19 Und wir sehen, daß sie nicht dahin kommen konnten wegen des Unglaubens.
4,6 Da es nun bestehen bleibt, daß einige zu dieser Ruhe kommen sollen, und die, denen es zuerst verkündigt ist, nicht dahin gekommen sind wegen des Ungehorsams, 4,7 bestimmt er abermals einen Tag, ein (a) «Heute», und spricht nach so langer Zeit durch David, wie eben gesagt: «Heute, wenn ihr seine Stimme hören werdet, so verstockt eure Herzen nicht.» 4,8 Denn (a) (b) wenn Josua sie zur Ruhe geführt hätte, würde Gott nicht danach von einem andern Tag geredet haben. 4,9 Es ist also noch eine Ruhe vorhanden für das Volk Gottes. 4,10 Denn wer zu Gottes Ruhe gekommen ist, (a) der ruht auch von seinen Werken so wie Gott von den seinen. 4,11 So laßt uns nun bemüht sein, (a) zu dieser Ruhe zu kommen, damit nicht jemand zu Fall komme durch den gleichen Ungehorsam.
4,12 Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und (a) schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens. (b) 4,13 Und kein Geschöpf ist vor ihm verborgen, sondern es ist alles bloß und aufgedeckt vor den Augen Gottes, dem wir Rechenschaft geben müssen.
6,4 a Denn es ist unmöglich, die, die einmal erleuchtet worden sind und geschmeckt haben die himmlische Gabe und Anteil bekommen haben am heiligen Geist und geschmeckt haben 6,5 das gute Wort Gottes und die Kräfte der zukünftigen Welt 6,6 und dann doch abgefallen sind, wieder zu erneuern zur Buße, da sie für sich selbst den Sohn Gottes abermals kreuzigen und zum Spott machen. 6,7 Denn die Erde, die den Regen trinkt, der oft auf sie fällt, und nützliche Frucht trägt denen, die sie bebauen, empfängt Segen von Gott. 6,8 Wenn sie aber Dornen und Disteln trägt, bringt sie keinen Nutzen und ist dem Fluch nahe, so daß man sie zuletzt abbrennt.
6,9 Obwohl wir aber so reden, ihr Lieben, sind wir doch überzeugt, daß es besser mit euch steht und ihr gerettet werdet. 6,10 Denn Gott ist nicht ungerecht, daß er (a) vergäße euer Werk und die Liebe, die ihr seinem Namen erwiesen habt, indem ihr den Heiligen dientet und noch dient. 6,11 Wir wünschen aber, daß jeder von euch denselben Eifer beweise, (a) (b) die Hoffnung festzuhalten bis ans Ende, 6,12 damit ihr nicht träge werdet, sondern Nachfolger derer, die durch Glauben und Geduld die Verheißungen ererben.
6,13 Denn als Gott dem Abraham die Verheißung gab, schwor er bei sich selbst, da er bei keinem Größeren schwören konnte, 6,14 und sprach (1. Mose 22,16.17): «Wahrlich, ich will dich segnen und mehren.» 6,15 Und so wartete Abraham in Geduld und erlangte die Verheißung. 6,16 Die Menschen schwören ja bei einem Größeren, als sie selbst sind; und (a) der Eid dient ihnen zur Bekräftigung und macht aller Widerrede ein Ende. 6,17 Darum hat Gott, als er den Erben der Verheißung noch kräftiger beweisen wollte, daß sein Ratschluß nicht wankt, sich noch mit einem Eid verbürgt. 6,18 So sollten wir durch zwei Zusagen, die nicht wanken - denn es ist unmöglich, daß Gott lügt -, einen starken Trost haben, die wir unsre Zuflucht dazu genommen haben, festzuhalten an der angebotenen Hoffnung. 6,19 Diese haben wir als einen sicheren und festen Anker unsrer Seele, der auch hineinreicht bis in das Innere (a) hinter dem Vorhang. 6,20 Dahinein ist der Vorläufer für uns gegangen, Jesus, der ein (a) Hoherpriester geworden ist in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks.
7,11 Wäre nun die Vollendung durch das levitische Priestertum gekommen - denn unter diesem hat das Volk das Gesetz empfangen -, wozu war es dann noch nötig, einen andern als Priester nach der Ordnung Melchisedeks einzusetzen, anstatt einen nach der Ordnung Aarons zu benennen? 7,12 Denn wenn das Priestertum verändert wird, dann muß auch das Gesetz verändert werden. 7,13 Denn der, von dem das gesagt wird, der ist von einem andern Stamm, von dem nie einer am Altar gedient hat. 7,14 Denn es ist ja offenbar, daß unser Herr (a) (b) aus Juda hervorgegangen ist, zu welchem Stamm Mose nichts gesagt hat vom Priestertum. 7,15 Und noch klarer ist es, wenn, in gleicher Weise wie Melchisedek, ein anderer als Priester eingesetzt wird, 7,16 der es nicht geworden ist nach dem Gesetz äußerlicher Gebote, sondern nach der Kraft unzerstörbaren Lebens. 7,17 Denn es wird bezeugt (Psalm 110,4): (a) «Du bist ein Priester in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks.» 7,18 Denn damit wird das frühere Gebot aufgehoben - weil es zu schwach und nutzlos war; 7,19 denn das Gesetz konnte nichts zur Vollendung bringen -, und eingeführt wird eine bessere Hoffnung, durch die wir uns zu Gott nahen. 7,20 Und das geschah nicht ohne Eid. Denn jene sind ohne Eid Priester geworden, 7,21 dieser aber durch den Eid dessen, der zu ihm spricht (Psalm 110,4): «Der Herr hat geschworen, und es wird ihn nicht gereuen: Du bist ein Priester in Ewigkeit.» 7,22 So ist Jesus Bürge eines (a) (b) viel besseren Bundes geworden.
7,23 Auch sind es viele, die Priester wurden, weil der Tod keinen bleiben ließ; 7,24 dieser aber hat, weil er ewig bleibt, ein unvergängliches Priestertum. 7,25 Daher kann er auch für immer selig machen, die durch ihn zu Gott kommen; denn er lebt für immer und (a) (b) bittet für sie. 7,26 Denn einen solchen Hohenpriester mußten wir auch haben, der heilig, unschuldig, unbefleckt, von den Sündern geschieden und höher ist als der Himmel. 7,27 Er hat es nicht nötig, wie jene Hohenpriester, täglich (a) (b) zuerst für die eigenen Sünden Opfer darzubringen und dann für die des Volkes; denn das hat er ein für allemal getan, als er sich selbst opferte. 7,28 Denn das Gesetz macht Menschen zu Hohenpriestern, die Schwachheit an sich haben; dies Wort des Eides aber, das erst nach dem Gesetz gesagt worden ist, setzt den Sohn ein, der ewig und vollkommen ist.
8,6 Nun aber hat er ein höheres Amt empfangen, wie er ja auch der Mittler eines (a) besseren Bundes ist, der auf bessere Verheißungen gegründet ist. 8,7 Denn wenn der erste Bund untadelig gewesen wäre, würde nicht Raum für einen andern gesucht. 8,8 Denn Gott tadelt sie und sagt (Jeremia 31,31-34): «Siehe, es kommen Tage, spricht der Herr, da will ich mit dem Haus Israel und mit dem Haus Juda (a) einen neuen Bund schließen, 8,9 nicht wie der Bund gewesen ist, (a) den ich mit ihren Vätern schloß an dem Tage, als ich sie bei der Hand nahm, um sie aus Ägyptenland zu führen. Denn sie sind nicht geblieben in meinem Bund; darum habe ich auch nicht mehr auf sie geachtet, spricht der Herr. 8,10 Denn das ist der Bund, den ich schließen will mit dem Haus Israel nach diesen Tagen, spricht der Herr: Ich will mein Gesetz geben in ihren Sinn, und in ihr Herz will ich es schreiben und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein. 8,11 Und es wird keiner seinen Mitbürger lehren oder seinen Bruder und sagen: Erkenne den Herrn! Denn sie werden mich alle kennen von dem Kleinsten an bis zu dem Größten. 8,12 Denn ich will gnädig sein ihrer Ungerechtigkeit, und ihrer Sünden will ich nicht mehr gedenken.» 8,13 Indem er sagt: «einen neuen Bund», erklärt er den ersten für veraltet. Was aber veraltet und überlebt ist, das ist seinem Ende nahe. (a)
9,11 Christus aber ist gekommen als ein Hoherpriester der zukünftigen Güter durch die größere und vollkommenere Stiftshütte, die nicht mit Händen gemacht ist, das ist: die nicht von dieser Schöpfung ist. 9,12 Er ist auch nicht durch das Blut von Böcken oder Kälbern, sondern durch sein eigenes Blut ein für allemal in das Heiligtum eingegangen und hat eine ewige Erlösung erworben. 9,13 Denn wenn schon das Blut von Böcken und Stieren und die aAsche von der Kuh durch Besprengung die Unreinen heiligt, so daß sie äußerlich rein sind, 9,14 um wieviel mehr wird dann das (a) (b) (c) Blut Christi, der sich selbst als Opfer ohne Fehl durch den ewigen Geist Gott dargebracht hat, unser Gewissen (d) reinigen von den toten Werken, zu dienen dem lebendigen Gott! 9,15 Und darum ist er auch der (a) (b) Mittler des neuen Bundes, damit durch seinen Tod, der geschehen ist zur Erlösung von den Übertretungen unter dem ersten Bund, die Berufenen das verheißene ewige Erbe empfangen.
9,16 Denn wo ein Testament* ist, da muß der Tod dessen geschehen sein, der das Testament gemacht hat. *Das griechische Wort für «Testament» und «Bund» ist das gleiche. 9,17 Denn ein Testament tritt erst in Kraft mit dem Tode; es ist noch nicht in Kraft, solange der noch lebt, der es gemacht hat. 9,18 Daher wurde auch der erste Bund nicht ohne Blut gestiftet. 9,19 Denn als Mose alle Gebote gemäß dem Gesetz allem Volk gesagt hatte, nahm er das Blut von Kälbern und Böcken mit Wasser und Scharlachwolle und Ysop und besprengte das Buch und alles Volka 9,20 und sprach (2. Mose 24,8): «Das ist das Blut des Bundes, den Gott euch geboten hat.» 9,21 Und die Stiftshütte und alle Geräte für den Gottesdienst (a) besprengte er desgleichen mit Blut. 9,22 Und es wird fast alles mit Blut gereinigt nach dem Gesetz, und (a) ohne Blutvergießen geschieht keine Vergebung.
9,23 So also mußten die Abbilder der himmlischen Dinge gereinigt werden; die himmlischen Dinge selbst aber müssen bessere Opfer haben als jene. 9,24 Denn Christus ist nicht eingegangen in das Heiligtum, das mit Händen gemacht und nur ein Abbild des wahren Heiligtums ist, sondern in den Himmel selbst, um jetzt (a) (b) für uns vor dem Angesicht Gottes zu erscheinen; 9,25 auch nicht, um sich oftmals zu opfern, wie der Hohepriester alle Jahre mit fremdem Blut in das Heiligtum geht; 9,26 sonst hätte er oft leiden müssen vom Anfang der Welt an. Nun aber, (a) (b) am Ende der Welt, ist er ein für allemal erschienen, durch sein eigenes Opfer (c) die Sünde aufzuheben. 9,27 Und wie (a) den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht: 9,28 so ist auch Christus einmal (a) geopfert worden, die Sünden vieler wegzunehmen; zum zweiten Mal wird er nicht der Sünde wegen erscheinen, sondern denen, die auf ihn warten, zum Heil.
10,1 Denn das Gesetz hat nur einen (a) Schatten von den zukünftigen Gütern, nicht das Wesen der Güter selbst. Deshalb kann es die, die opfern, nicht für immer vollkommen machen, da man alle Jahre die gleichen Opfer bringen muß. 10,2 Hätte nicht sonst das Opfern aufgehört, wenn die, die den Gottesdienst ausrichten, ein für allemal rein geworden wären und sich kein Gewissen mehr gemacht hätten über ihre Sünden? 10,3 Vielmehr geschieht dadurch (a) alle Jahre nur eine Erinnerung an die Sünden. 10,4 Denn es ist unmöglich, durch das Blut von Stieren und Böcken Sünden wegzunehmen.
10,5 Darum spricht er, wenn er in die Welt kommt (Psalm 40,7-9): «Opfer und Gaben hast du nicht gewollt; einen Leib aber hast du mir geschaffen. 10,6 Brandopfer und Sündopfer gefallen dir nicht. 10,7 Da sprach ich: Siehe, ich komme - im Buch steht von mir geschrieben -, daß ich tue, Gott, deinen Willen.» 10,8 Zuerst hatte er gesagt: «Opfer und Gaben, Brandopfer und Sündopfer hast du nicht gewollt, sie gefallen dir auch nicht», obwohl sie doch nach dem Gesetz geopfert werden. 10,9 Dann aber sprach er: «Siehe, ich komme, zu tun deinen Willen.» Da hebt er das erste auf, damit er das zweite einsetze. 10,10 Nach diesem Willen sind wir (a) geheiligt ein für allemal durch das Opfer des Leibes Jesu Christi.
10,11 Und jeder Priester steht (a) Tag für Tag da und versieht seinen Dienst und bringt oftmals die gleichen Opfer dar, die doch niemals die Sünden wegnehmen können. 10,12 Dieser aber hat ein Opfer für die Sünden dargebracht, und sitzt nun für immer zur Rechten Gottes 10,13 und wartet hinfort, bis (a) seine Feinde zum Schemel seiner Füße gemacht werden. 10,14 Denn mit Opfer hat er für immer die vollendet, die geheiligt werden. 10,15 Das bezeugt uns aber auch der heilige Geist. Denn nachdem der Herr gesagt hat (Jeremia 31,33.34): «10,16 Das ist der (a) Bund, den ich mit ihnen schließen will nach diesen Tagen», spricht er: «Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben und in ihren Sinn will ich es schreiben, 10,17 und ihrer Sünden und ihrer Ungerechtigkeit will ich nicht mehr gedenken.» 10,18 (a) Wo aber Vergebung der Sünden ist, da geschieht kein Opfer mehr für die Sünde.
10,26 a Denn wenn wir mutwillig sündigen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, haben wir hinfort kein andres Opfer mehr für die Sünden, (a) 10,27 sondern nichts als ein schreckliches Warten auf das Gericht und das gierige Feuer, das die Widersacher verzehren wird. 10,28 Wenn jemand das Gesetz des Mose bricht, (a) muß er sterben ohne Erbarmen auf zwei oder drei Zeugen hin. 10,29 Eine wieviel härtere Strafe, meint ihr, wird der verdienen, der den Sohn Gottes mit Füßen tritt und das Blut des Bundes für unrein hält, durch das er doch geheiligt wurde, und den Geist der Gnade schmäht?a 10,30 Denn wir kennen den, der gesagt hat (5. Mose 32,35.36): «Die Rache ist mein, ich will vergelten», und wiederum: «Der Herr wird sein Volk richten.» 10,31 Schrecklich ist's, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen. (a)
10,32 Gedenkt aber der früheren Tage, an denen ihr, (a) nachdem ihr erleuchtet wart, erduldet habt einen großen Kampf des Leidens, 10,33 indem ihr zum Teil selbst durch Schmähungen und Bedrängnisse zum (a) Schauspiel geworden seid, zum Teil Gemeinschaft hattet mit denen, welchen es so erging. 10,34 Denn ihr habt mit den Gefangenen gelitten und den Raub eurer Güter mit Freuden erduldet, weil ihr wißt, daß ihr (a) (b) eine bessere und bleibende Habe besitzt. 10,35 Darum werft euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat. 10,36 (a) (b) Geduld aber habt ihr nötig, damit ihr den Willen Gottes tut und das Verheißene empfangt. 10,37 Denn «nur noch eine kleine Weile, so wird kommen, der da kommen soll, und wird nicht lange ausbleiben. 10,38 Mein (a) Gerechter aber wird aus Glauben leben. Wenn er aber zurückweicht, hat meine Seele kein Gefallen an ihm» (Habakuk 2,3.4). 10,39 Wir aber (a) sind nicht von denen, die zurückweichen und verdammt werden, sondern von denen, die glauben und die Seele erretten.
11,4 Durch den Glauben (a) hat Abel Gott ein besseres Opfer dargebracht als Kain; deshalb wurde ihm bezeugt, daß er gerecht sei, da Gott selbst es über seinen Gaben bezeugte; und durch den Glauben redet er noch, obwohl er gestorben ist. 11,5 Durch den Glauben (a) wurde Henoch entrückt, damit er den Tod nicht sehe, und wurde nicht mehr gefunden, weil Gott ihn entrückt hatte; denn vor seiner Entrückung ist ihm bezeugt worden, daß er Gott gefallen habe. 11,6 Aber ohne Glauben ist's unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, der muß glauben, daß er ist und daß er denen, die ihn suchen, ihren Lohn gibt. 11,7 Durch den Glauben (a) hat Noah Gott geehrt und die Arche gebaut zur Rettung seines Hauses, als er ein göttliches Wort empfing über das, was man noch nicht sah; durch den Glauben sprach er der Welt das Urteil und hat ererbt die Gerechtigkeit, die durch den Glauben kommt.
11,8 a Durch den Glauben wurde Abraham gehorsam, als er berufen wurde, in ein Land zu ziehen, das er erben sollte; und er zog aus und wußte nicht, wo er hinkäme. 11,9 Durch den Glauben ist er ein Fremdling gewesen in dem verheißenen Lande wie in einem fremden und wohnte in Zelten mit Isaak und Jakob, den Miterben derselben Verheißung. 11,10 Denn er wartete auf die Stadt, die einen festen Grund hat, deren Baumeister und Schöpfer Gott ist. 11,11 Durch den Glauben empfing auch Sara, die unfruchtbar war, Kraft, Nachkommen hervorzubringen trotz ihres Alters; denn sie hielt den für treu, der es verheißen hatte. 11,12 Darum sind auch von dem einen, dessen Kraft schon erstorben war, so viele gezeugt worden wie die Sterne am Himmel und wie der Sand am Ufer des Meeres, der unzählbar ist. 11,13 Diese alle sind gestorben im Glauben und haben das Verheißene nicht erlangt, sondern es nur von ferne gesehen und gegrüßt und haben bekannt, daß sie (a) (b) (c) Gäste und Fremdlinge auf Erden sind. 11,14 Wenn sie aber solches sagen, geben sie zu verstehen, daß sie ein Vaterland suchen. 11,15 Und wenn sie das Land gemeint hätten, von dem sie ausgezogen waren, hätten sie ja Zeit gehabt, wieder umzukehren. 11,16 Nun aber sehnen sie sich nach einem besseren Vaterland, nämlich dem himmlischen. Darum schämt sich Gott ihrer nicht, ihr Gott zu heißen; denn er hat ihnen eine Stadt gebaut.
11,17 Durch den Glauben (a) (b) opferte Abraham den Isaak, als er versucht wurde, und gab den einzigen Sohn dahin, als er schon die Verheißung empfangen hatte 11,18 und ihm gesagt worden war (1. Mose 21,12): «Was von Isaak stammt, soll dein Geschlecht genannt werden.» 11,19 Er dachte: Gott kann auch von den Toten erwecken; deshalb bekam er ihn auch als Gleichnis dafür wieder.
11,20 a Durch den Glauben segnete Isaak den Jakob und den Esau im Blick auf die zukünftigen Dinge. 11,21 Durch den Glauben segnete Jakob, als er starb, die beiden Söhne Josefs und (a) neigte sich anbetend über die Spitze seines Stabes. 11,22 Durch den Glauben redete Josef, als er starb, vom Auszug der Israeliten und befahl, was mit seinen Gebeinen geschehen solle.
11,23 a Durch den Glauben wurde Mose, als er geboren war, drei Monate verborgen von seinen Eltern, weil sie sahen, daß er ein schönes Kind war; und sie fürchteten sich nicht vor des Königs Gebot. 11,24 Durch den Glauben wollte Mose, als er groß geworden war, nicht mehr als Sohn der Tochter des Pharao gelten, 11,25 sondern wollte viel lieber mit dem Volk Gottes zusammen mißhandelt werden, als eine Zeitlang den Genuß der Sünde haben, 11,26 und hielt die Schmach Christi für größeren Reichtum als die Schätze Ägyptens; denn er sah auf die Belohnung. 11,27 Durch den Glauben verließ er Ägypten und fürchtete nicht den Zorn des Königs; denn er hielt sich an den, den er nicht sah, als sähe er ihn. 11,28 Durch den Glauben hielt er das Passa und das Besprengen mit Blut, damit der Verderber ihre Erstgeburten nicht anrühre. 11,29 Durch den Glauben gingen sie durchs Rote Meer wie über trockenes Land; das versuchten die Ägypter auch und ertranken.
11,30 a Durch den Glauben fielen die Mauern Jerichos, als Israel sieben Tage um sie herumgezogen war. 11,31 Durch den Glauben kam die (a) Hure Rahab nicht mit den Ungehorsamen um, weil sie die Kundschafter freundlich aufgenommen hatte.
11,32 a Und was soll ich noch mehr sagen? Die Zeit würde mir zu kurz, wenn ich erzählen sollte von Gideon und Barak und Simson und Jeftah und David und Samuel und den Propheten. 11,33 Diese haben durch den Glauben Königreiche bezwungen, Gerechtigkeit geübt, Verheißungen erlangt, Löwen den Rachen gestopft, 11,34 des Feuers Kraft ausgelöscht, sind der Schärfe des Schwerts entronnen, aus der Schwachheit zu Kräften gekommen, sind stark geworden im Kampf und haben fremde Heere in die Flucht geschlagen. 11,35 Frauen haben (a) (b) ihre Toten durch Auferstehung wiederbekommen. Andere aber sind gemartert worden und haben die Freilassung nicht angenommen, damit sie die Auferstehung, die besser ist, erlangten. 11,36 Andere haben Spott und Geißelung erlitten, dazu (a) (b) (c) Fesseln und Gefängnis. 11,37 Sie sind (a) gesteinigt, zersägt, durchs Schwert getötet worden; sie sind umhergezogen in Schafpelzen und Ziegenfellen; sie haben Mangel, Bedrängnis, Mißhandlung erduldet. 11,38 Sie, deren die Welt nicht wert war, sind umhergeirrt in Wüsten, auf Bergen, in Höhlen und Erdlöchern.
11,39 Diese alle (a) haben durch den Glauben Gottes Zeugnis empfangen und doch nicht erlangt, was verheißen war, 11,40 weil Gott etwas Besseres für uns vorgesehen hat; denn sie sollten nicht ohne uns vollendet werden.
12,4 Ihr habt noch nicht bis aufs Blut widerstanden im Kampf gegen die Sünde 12,5 und habt bereits den Trost vergessen, der zu euch redet wie zu seinen Kindern (Sprüche 3,11.12): «Mein Sohn, achte nicht gering die Erziehung des Herrn und verzage nicht, wenn du von ihm gestraft wirst. 12,6 Denn (a) wen der Herr lieb hat, den züchtigt er, und er schlägt jeden Sohn, den er annimmt.» 12,7 Es dient zu eurer Erziehung, wenn ihr dulden müßt. Wie mit seinen Kindern geht Gott mit euch um; denn wo ist ein Sohn, den der Vater nicht züchtigt? 12,8 Seid ihr aber ohne Züchtigung, die doch alle erfahren haben, so seid ihr Ausgestoßene und nicht Kinder. 12,9 Wenn unsre leiblichen Väter uns gezüchtigt haben und wir sie doch geachtet haben, sollten wir uns dann nicht viel mehr unterordnen dem geistlichen Vater, damit wir leben? 12,10 Denn jene haben uns gezüchtigt für wenige Tage nach ihrem Gutdünken, dieser aber tut es zu unserm Besten, damit wir an seiner Heiligkeit Anteil erlangen. 12,11 Jede Züchtigung aber, wenn sie da ist, scheint uns nicht Freude, sondern Leid zu sein; danach aber bringt sie als Frucht denen, die dadurch geübt sind, Frieden und Gerechtigkeit. (a)
12,12 Darum stärkt die müden Hände und die wankenden Knie (a) 12,13 und (a) macht sichere Schritte mit euren Füßen, damit nicht jemand strauchle wie ein Lahmer, sondern vielmehr gesund werde. 12,14 Jagt dem (a) (b) Frieden nach mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird, 12,15 und seht darauf, daß nicht jemand Gottes Gnade versäume; daß nicht etwa eine (a) bittere Wurzel aufwachse und Unfrieden anrichte und viele durch sie unrein werden; 12,16 daß nicht jemand sei ein Abtrünniger oder Gottloser wie (a) Esau, der um der einen Speise willen seine Erstgeburt verkaufte. 12,17 Ihr wißt ja, daß er (a) hernach, als er den Segen ererben wollte, verworfen wurde, denn er fand keinen Raum zur Buße, obwohl er sie mit Tränen suchte.
12,18 Denn ihr seid nicht gekommen zu dem Berg, den man anrühren konnte und der mit Feuer brannte, und nicht in Dunkelheit und Finsternis und Ungewittera 12,19 und nicht zum Schall der Posaune und zum Ertönen der Worte, bei denen (a) die Hörer baten, daß ihnen keine Worte mehr gesagt würden; 12,20 denn sie konnten's nicht ertragen, was da gesagt wurde (2. Mose 19,13): «Und auch wenn ein Tier den Berg anrührt, soll es gesteinigt werden.» 12,21 Und so schrecklich war die Erscheinung, daß Mose sprach (5. Mose 9,19): «Ich bin erschrocken und zittere.» 12,22 Sondern ihr seid gekommen zu dem Berg Zion und zu der Stadt des lebendigen Gottes, dem (a) (b) (c) (d) himmlischen Jerusalem, und zu den (e) vielen tausend Engeln, und zu der Versammlung 12,23 und Gemeinde der Erstgeborenen, die (a) im Himmel aufgeschrieben sind, und zu Gott, dem Richter über alle, und zu den Geistern der vollendeten Gerechten 12,24 und zu dem (a) Mittler des neuen Bundes, Jesus, und zu dem Blut der Besprengung, das besser (b) redet als Abels Blut.
12,25 Seht zu, daß ihr den nicht abweist, der da redet. Denn wenn jene nicht entronnen sind, die den abwiesen, der auf Erden redete, wieviel weniger werden wir entrinnen, wenn wir den abweisen, der vom Himmel redet. (a) (b) 12,26 Seine Stimme hat zu jener Zeit die Erde erschüttert, jetzt aber verheißt er und spricht (Haggai 2,6): «Noch einmal will ich erschüttern nicht allein die Erde, sondern auch den Himmel.» 12,27 Dieses «Noch einmal» aber zeigt an, daß das, was erschüttert werden kann, weil es geschaffen ist, verwandelt werden soll, damit allein das bleibe, was nicht erschüttert werden kann. 12,28 Darum, weil wir ein unerschütterliches Reich empfangen, laßt uns dankbar sein und so Gott dienen mit Scheu und Furcht, wie es ihm gefällt; 12,29 denn unser Gott ist ein verzehrendes Feuer. (a) (b)
13,4 Die Ehe soll in Ehren gehalten werden bei allen und das Ehebett unbefleckt; denn die Unzüchtigen und die Ehebrecher wird Gott richten.
13,5 Seid nicht geldgierig, und (a) laßt euch genügen an dem, was da ist. Denn der Herr hat gesagt (Josua 1,5): «Ich will dich nicht verlassen und nicht von dir weichen.» 13,6 So können auch wir getrost sagen: «Der Herr ist mein Helfer, ich will mich nicht fürchten; was kann mir ein Mensch tun?» (Psalm 118,6)
13,7 Gedenkt an eure Lehrer, die euch das Wort Gottes gesagt haben; ihr Ende schaut an und folgt ihrem Glauben nach. 13,8 Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit. (a) (b) (c) (d) 13,9 Laßt euch nicht (a) durch mancherlei und fremde Lehren umtreiben, denn es ist ein köstlich Ding, daß das Herz (b) fest werde, welches geschieht durch Gnade, (c) (d) nicht durch Speisegebote, von denen keinen Nutzen haben, die damit umgehen. 13,10 Wir haben einen Altar, von dem zu essen kein Recht haben, die der Stiftshütte dienen. 13,11 Denn die Leiber der Tiere, deren Blut durch den Hohenpriester als Sündopfer in das Heilige getragen wird, werden (a) außerhalb des Lagers verbrannt. 13,12 Darum hat auch Jesus, damit er das Volk heilige durch sein eigenes Blut, gelitten (a) (b) draußen vor dem Tor. 13,13 So laßt uns nun zu ihm hinausgehen aus dem Lager und seine (a) (b) Schmach tragen. 13,14 Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern (a) (b) die zukünftige suchen wir. 13,15 So laßt uns nun durch ihn Gott allezeit (a) das Lobopfer darbringen, das ist die (b) Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen. 13,16 Gutes zu tun und mit andern zu teilen, vergeßt nicht; denn solche Opfer gefallen Gott. 13,17 (a) Gehorcht euren Lehrern und folgt ihnen, denn sie wachen über eure Seelen - und dafür müssen sie (b) Rechenschaft geben -, damit sie das mit Freuden tun und nicht mit Seufzen; denn das wäre nicht gut für euch.
13,18 a Betet für uns. Unser Trost ist, daß wir (a) ein gutes Gewissen haben, und wir wollen in allen Dingen ein ordentliches Leben führen. 13,19 Um so mehr aber ermahne ich euch, dies zu tun, damit ich euch möglichst bald wiedergegeben werde.
13,22 Ich ermahne euch aber, liebe Brüder, nehmt dies Wort der Ermahnung an; ich habe euch ja nur kurz geschrieben. 13,23 Wißt, daß unser Bruder Timotheus wieder frei ist; mit ihm will ich euch, wenn er bald kommt, besuchen. 13,24 Grüßt alle eure Lehrer und alle Heiligen. Es grüßen euch die Brüder aus Italien. 13,25 Die Gnade sei mit euch allen!
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